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Faltenbehandlung

Falten | Botox | Unterspritzung | Hyaluronsäure | Silikonöl in München

Fast jeder Mensch hat irgendwelche Hautunebenheiten. Bei einigen Menschen sind jedoch unangenehmer Weise Falten, Aknenarben oder Narben von Verletzungen sehr sichtbar. Früher gab es praktisch keine praktikablen Möglichkeiten diese Hautunebenheiten zu entfernen oder zumindest zu verbessern. Heutzutage gibt es jedoch eine Reihe von Behandlungsmethoden, um eine ebenere und schönere Haut zu bekommen.

Nachfolgend erhalten Sie Informationen über Füllmaterialien, mit deren Hilfe Konturunebenheiten, Narben und Falten unterspritzt werden können. 

Wenn Sie sich für eine Hautunterspritzungsbehandlung zur Glättung bzw. Verjüngung Ihrer Haut interessieren, können Ihnen die folgenden Informationen einen ersten Einblick in diese Behandlungsverfahren geben.

Das Ziel dieser Behandlungsform ist die Entfernung von Hautfältchen und Konturunebenheiten durch Unterfütterung bzw. sozusagen "Aufpolsterung" der Haut. Dadurch können natürliche Konturen wiederhergestellt werden und ein jugendlicheres Aussehen erreicht werden.

Für Unterspritzung finden eine Reihe unterschiedlicher Substanzen Anwendung, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Die derzeit am häufigsten verwendeten Substanzen sind unten aufgeführt. Man unterscheidet zwischen auflösbaren ("resorbierbaren") und dauerhaften ("nicht-resorbierbaren" oder permanenten) Substanzen.

 

Botox:

Botox (Botulinum-Toxin A) Behandlungen werden immer beliebter und das aus guten Gründen. Botox kann Falten am Hals und Gesicht glätten und zu einem insgesamt verjüngten Gesichtsausdruck verhelfen. Botox ist besonders hilfreich um die Augenpartie herum. Die Entfernung von Zornesfalten zwischen den Augenbrauen kann beispielsweise den Gesichtsausdruck eines Menschen dramatisch verändern - von dauernder Ärgerlichkeit oder Traurigkeit zu einem erholten und zufriedenen Aussehen.

Botox wird auch häufig benützt um die feinen Fältchen um die Augen (sog. "Krähenfüßchen") und um den Mund zu entfernen, kann aber auch in anderen Zonen wie dem Kinn oder dem Unterkiefer verwendet werden. Botox wird aus einem bekannten Nahrungsmittelgift, Botulinum Toxin-A, einem gereinigten Eiweiß, das von Botulismus Bakterien synthetisiert wird, hergestellt. Botox-Lösung lähmt zeitweise die Nerven der Gesichtsmuskeln so dass diese sich nicht zusammenziehen können und keine dynamischen Hautfalten mehr verursachen können. Botox kann interessanterweise auch manchen Patienten mit Migräne helfen und kann auch zur Therapie zu starker Schweißneigung (Hyperhidrosis) der Handflächen und Achselhöhlen angewendet werden. 

 

Auflösbare Substanzen:

Hyaluronsäure ist eine biotechnisch hergestellte, gelatineartige Substanz, welche keine Eiwweiße enthält und bei allen Menschen und Tieren als Zwischenzellsubtanz (Baumaterial) vorkommt. Nach heutigem Wissen kann Hyaluronsäure aufgrund fehlender Eiweiße keine Allergien oder sonstige Abstoßungsreaktionen auslösen. Hyaluronsäure mit einer kleinen Nadel in die Haut eingespritzt. Weil der Körper langsam die Hyaluronsäure abbaut, halten die Resultate im allgemeinen zwischen fünf und sechs Monaten. Das Verfahren kann je nach Bedarf wiederholt werden. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen soll der Körper durch die Behandlung zur Produktion eigener Hyaluronsäure angeregt werden. Es gibt Hyaluronsäuren unterschiedlicher Konsistenz (flüssig - geleeartig - fest), welche aufgrund ihrer mechanischen Eigenschaften sowie der unterschiedlichen Haltbarkeit im Körper je nach Arzt der Falte oder des Konturdefekts verwendet werden.

Radiesse® ist eine Arzt Calcium Phosphat Paste, welche wie Hyaluronsäure verwendet werden kann, jedoch nicht im Bereich der Lippen. Die Haltbarkeit im Körper wird vom Hersteller mit 1,5 Jahren angegeben, in dieser Zeit soll die Substanz zusätzlich die körpereigene Kollagenproduktion anregen, also einen teilweise dauerhaften Effekt haben, was wir aus unserer Erfahrung nicht bestätigen können. Diese Substanz ist ideal für Patienten, welche ein länger anhaltendes Ergebnis haben wollen, eine dauerhafte Unterspritzung noch nicht wollen.

 

Dauerhafte Substanzen:

Die Industrie "erfindet" ständig "neue" dauerhafte Filler, mit denen jedoch dann immer nur wenig klinische Erfahrungen vorliegen. Wir bieten die bewährte Unterspritzung von Lippen und feinen oberflächlichen Falten mit hochreinem Silikonöl an.

Über die Behandlung mit dem hoch-reinem, CE-zertifizierten Kieselsäureöl (Silikat) Dimeticon® (früherer Handelsname PMS 350®) liegen nunmehr klinische Erfahrungen seit über 20 Jahren aus Deutschland vor. Insgesamt ist Silikon, d.h. eigentlich das Silikon Polymer Polysiloxane, seit über 50 Jahren international erforscht, es gehört mit mehreren 100.000 Behandlungen weltweit zu den am besten untersuchten künstlichen Füllmaterialien. Es ist eine neutrale Substanz, die weder Allergien noch bösartige Reaktionen im Körper auslöst, auch verbleibt es am Implantationsort, d.h. es wandert nicht im Körper. Beim Unterspritzen werden sog. "Mikro-Implantate" gesetzt, die vom Körper innerhalb von 6-8 Wochen mit körpereigenem Bindegewebe ummantelt werden. Das neu gebildete Gewebe wird von kleinen Blutgefäßen versorgt, danach kommt es zu keiner weiteren Gewebeneubildung. Das Besondere an Dimeticon 350® ist, dass das Volumen, welches benötigt wird, nicht durch das Material selbst entsteht, sondern durch das neue körpereigene Bindegewebe. Daher muss zunächst eine Unterkorrektur angestrebt werden, bis die durch körpereigenes Bindegewebe bedingte Volumenzunahme beendet ist. Dann kann entschieden werden, ob eine weitere Unterspritzung notwendig ist. Das Silikonöl muss ausreichend tief unter die Lederhaut oder in den Muskel (Lippe) unterspritzt werden. Silikonöl kann wie andere dauerhaft eingespritzte Substanzen nicht wieder entfernt werden, aber genau das wollen viele Patienten, die es leid sind, ihre Lippen alle paar Monate mit Hyaluronsäure auffüllen zu lassen, was aus unserer Erfahrung nur wenige Wochen einen Effekt hat und meist eine tastbar knotige Lippe ergibt. Der erreichte Volumeneffekt unterliegt aber der natürlichen Alterung, also dem Rückgang des Bindegewebes, so dass auf Dauer, also über viele Jahre, das Ergebnis weniger wird. Aufgrund der Dauerhaftigkeit und des "Nicht-Rückgängig-Machens" kann eine Behandlung erst in zeitlichem Abstand zur Erstberatung und Aufklärung erfolgen und nicht bei der Erstberatung. Ihre Entscheidung sollte nach genauer Aufklärung durch Dr. Kremer wohlüberlegt sein. Lassen Sie sich im Übrigen nicht durch Horrorberichte über schlimme Nebenwirkungen durch z.B. unterspritztes Baumarkt-Silikon aus den Boulevard Medien irreführen, ein immer wieder "beliebtes" Skandalthema. Das wäre so als wenn sie hochwertige Sililkon Brustimplantate mit billigen Gummibällen aus China vergleichen würden oder Hyaluronsäure mit Fugenkitt. Wir erleben aus Patientenerzählungen, dass viele Ärzte negativ gegenüber Silikonunterspritzungen eingestellt sind, sind aber der Meinung, dass dies aus Unkenntnis, fehlendem Fortbildungswillen und überkommenen Ausbildungsdogmen ("Lehrmeinung") sowie Beeinflussung durch die resorbierbare Materialien herstellende Industrie ("Hyaluronsäure") herrührt. Für uns und unsere Patienten ist dies aber von Vorteil: somit konzentrieren sich die Patienten und die Erfahrung und der verantwortungsvolle Umgang mit diesem Produkt in spezialisierten Einrichtungen wie bei uns.

 

Kunststofffäden: 

Eine dauerhafte Methode zur Faltenunterfütterung, die jedoch reversibel ist, ist das Einziehen von weichen Kunststofffäden aus PTFE (Avanta™, SoftForm™, Goretex™). Dies Materialien werden meist in örtlicher Betäubung unter die Haut eingezogen, dazu werden meist nur zwei kleine Schnitte benötigt. Das Material wird dann in die Form eines kleinen Schlauches gebracht und mit einer speziellen Nadel eingesetzt. Das Material bleibt unverändert ortständig, weil sich Narbengewebe um das Material herum bildet. Dies ermöglicht auch eine leichte Entfernbarkeit, falls dies später einmal erwünscht sein sollte oder falls eine Infektion auftritt, was in 2-5% passieren kann und dann eher in den ersten Wochen nach der Behandlung auftritt. Diese Behandlung wird immer seltener gewünscht, weil im Gegensatz zu Silikonöl nicht durch zusätzlichen Behandlungen weiter konturiert / modelliert werden kann. Auch sind die Fäden, die eher dick wie Spaghetti oder Maccaronis sind, tasbar und für manche Patienten, insbesondere in der Lippe fühlbar.

Eigenfett-Unterspritzungen werden mit speziellen, sog. "Coleman"-Nadeln vorgenommen, die deutlich dicker sind als Einmal-Injektionsnadeln, zudem sind sie vorne stumpf und können beim Einspritzen keine kleinen Adern durchschneiden, es kommt daher kam zu Blutergüssen im Behandlungsbereich. Das verwendete Fett wird von einem anderen Bereich des Körpers entnommen - häufig vom Bauch, der Taillenregion oder den Oberschenkeln - und wird mit steriler Kochsalzlösung gereinigt, bevor es eingespritzt wird. Feine oberflächliche Fältchen können nicht mit Eigenfett direkt unterspritzt werden, da Eigenfett anders als Hyaluronsäure oder Kollagen nicht in die Ober- oder Lederhaut, sondern unter die Haut direkt ins Fett und Muskelgewebe eingebracht wird. Daher eignet es sich mehr zur Auffüllung größer Unebenheiten oder Regionen mit Gewebeschwund. Prinzipiell kann das Ergebnis einer Eigenfett-Unterspritzung als dauerhaft bezeichnet werden, wenn man berücksichtigt, dass etwa 60-70% der eingespritzten und sehr empfindlichen Fettzellen überleben.  Aus diesem Grund muss bei der Unterspritzung zunächst überkorrigiert werden, um den anzunehmenden Volumenverlust über die ersten Monate zu kompensieren. Aus der Erfahrung können gleich einige Spritzen Eigenfett mehr abgenommen werden und dann für ein paar Monate tief gefroren werden. Nach spätestens einem halben Jahr kann dann das gefrorene Fett aufgetaut und nachgespritzt werden, um kleinere Volumendefizite durch die eingetretene Resorption auszugleichen. Die Fettzellen im gefrorenen Fett sind nicht mehr vital, d.h. nur das enthaltene eigene Kollagen ist für den Volumengewinn verantwortlich. Aus unserer Erfahrung ist der dann aber gewonnene Volumengewinn über viele Jahre dauerhaft, nur der mit dem Altern verbundene allgemeine Verlust an Bindegewebsvolumen führt dazu, dass weitere Unterspritzungen nach Jahren evtl. wieder gewünscht werden. Insgesamt hängt der Erfolg einer Fettunterspritzung von vielen Faktoren ab, so z.B. von der Durchblutung der behandelten Region (z.B. Gesicht besser als Unterschenkel), Qualität des Gewebes (Falten besser als Narben), Menge des unterspritzten Fetts sowie der Behandlungstechnik.

Blitz-Info Faltenunterspritzung | Botox | Hyaluronsäure | Eigenfett | Silikonöl

  • Behandlungsdauer

Botox: 15 Minuten | Hyaluronsäure: 30 Minuten | Silikonöl: 30 Minuten | Eigenfett: > 1 Std.

  • Nachbehandlung

Kühlung für die ersten Stunden empfohlen, keine spezielle Schonung oder Nachbehandlung erforderlich

  • Sport

nur bei Eigenfett Unterspritzung einige Tage Sportverzicht

  • Narkose

Örtliche Betäubung bei Unterspritzung der Lippen unbedingt angeraten, bei Faltenunterspritzung auf Wunsch, bei Botox keine Betäubung notwendig

  • Gesellschaftsfähigkeit

Botox: sofort | Filler: 1-2 Tage nach Abschwellung | Eigenfett: 2-3 Wochen wegen starker Schwellneigung

  • Kosten

Botox: ab 220 € | Filler: ab 550 € | Silikonöl; ab 950 € | Eigenfett: je nach Aufwand und Anzahl der Regionen ab ca. 1.500 €

Es wird vorsorglich darauf aufmerksam gemacht, dass eine Hautunterspritzung ein medizinischer Eingriff ist, der nur von einem Arzt nach erfolgter Aufklärung durchgeführt werden darf. Eine solche medizinische Behandlung darf daher von Rechts wegen nicht von einer Kosmetikerin, einem Friseur oder in einem Tattoo-Studio durchgeführt werden. Auch ist es nicht genügend, wenn eine Behandlung "unter ärztlicher Aufsicht" suggeriert wird und die Behandlung von einem Nicht-Arzt durchgeführt wird.

 

Auch ist es uns zur Kenntnis gelangt, dass immer mehr Internisten oder gar Allgemeinärzte auf eigene Faust, im Auftrag oder "unter Aufsicht" eines Plastischen Chirurgen Falten-Unterspritzungen vornehmen. Es wäre so, als wenn ein Plastischer Chirurg unter Aufsicht eines Internisten Magen-Darm-Spiegelungen oder Herzultraschalluntersuchungen durchführen würde oder unter Aufsicht eines Allgemeinarztes bettlägrige Patienten im Altenheim untersuchen und behandeln würde. Fakt ist, dass ein Allgemeinarzt oder Internist in seiner gesamten Weiterbildung (5 Jahre) keinerlei Berührungspunkte mit der Anatomie des Gesichtes hat oder gar mit Operationen im Gesicht hat - geschweige denn mit dem Thema "Ästhetische Chirurgie" in Berührung gekommen ist. Solches Wissen mag im Rahmen von Wochenendkursen bzw. Industrie Workshops angelernt worden sein, der finanzielle Aspekt mag hier jedoch möglicherweise im Vordergrund stehen. Die Beurteilung welche Gesichtsregion wie und mit welcher Füllsubstanz optimal behandelt werden kann, sollte am besten in den Händen von Plastischen Chirurgen bleiben, allenfalls spezialisierte Dermatologen, HNO-Ärzte oder Mund-Kiefer Gesichtschirurgen sollten nach unserem Verständnis solche Behandlungen durchführen.

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Wir beraten Sie gerne direkt am Münchner Flughafen. Führende Spezialisten in der Airport Clinic M und der Med-Nord Klinik München bieten Ihnen moderne und sichere Behandlungen.

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